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Fachtag „Psychische Gesundheit an der Schule“ am Landratsamt Freising

Unter dem Titel „Psychische Gesundheit an der Schule – Was können wir dafür tun“ fand am 11. Juli 2019 ein Fachtag im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes statt. Teilnehmer*innen waren Jugendsozialarbeiter*innen an der Schule (JaS), Lehrkräfte aus den Freisinger Grund- sowie weiterführenden Schulen und interessierte Fachkräfte.

Den Start machte Petra Stemplinger, Kinder- und Jugendpsychiaterin, Psychotherapeutin und Leitung des MVZ am Kinderkrankenhaus Landshut. Sie hielt einen interaktiven Vortrag über die Psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern. Dabei ging sie nicht nur auf Risiken und Chancen ein, sondern stellte auch das von ihr entwickelte Ich.Live-Modell zur  Psychoedukation und Motivation von jungen Betroffenen vor. Der anschließende Austausch mit dem Publikum verdeutlichte  noch einmal die Dringlichkeit präventiver Arbeit mit Schülerinnen und Schülern, um frühzeitig persönliche Belastungen zu erkennen und dadurch der Entstehung oder Verschlimmerung einer psychischen Erkrankung zuvorzukommen. Frau Stemplinger betonte wiederholt die Wichtigkeit eines tragfähigen Helfernetzwerkes für die jungen Menschen, denn eine zeitnahe und aufeinander abgestimmte Kooperation von JaS, Lehrkräften, Ärzten und Therapeuten kann essentiell in der weiteren Begleitung von belasteten Kindern und Jugendlichen sein.

Gerade diese fehlende Vernetzung bemängeln viele Fachkräfte im Landkreis. Ein wesentliches Hindernis sieht JaS vor allem in dem Mangel an Kinder- und Jugendpsychiatern und -psychotherapeuten im Landkreis Freising. Betroffene müssen zum Teil viele Monate warten, bis sie einen Platz beim Facharzt oder Therapeuten bekommen. Frau Stemplinger deutete dabei ihre Bereitschaft an, mit JaS, Lehrkräften, dem Amt für Jugend und Familie sowie dem Gesundheitsamt zukünftig enger zusammen zu arbeiten, um gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Der Nachmittag richtete sich schwerpunktmäßig an Lehrkräfte. Dr. Manuela Richter-Werling ist die Gründerin des Vereins „Irrsinnig menschlich e.V.“ mit Sitz in Leipzig. Der Verein entwickelte das Schulprojekt „Verrückt? Na und!“, welches als präventives Angebot helfen soll, das Thema seelische Gesundheit an die Schule zu bringen und vor seelischen Krisen und Notlagen zu wappnen. Frau Dr. Richter-Werling ging in ihrem Vortrag auf Warnsignale psychischer Krisen und jugendtypische Bewältigungsstrategien ein. Besonders wertvoll waren auch hier für das Fachpublikum die Hinweise, wie man mit psychisch belasteten Schülerinnen und Schülern umgehen und sie unterstützen kann sowie welche Aufgaben und Grenzen dabei im Speziellen die Institution Schule hat.   

Mit rund 30 Anmeldungen am Vormittag und 40 Besucherinnen und Besuchern am Nachmittag stieß der Fachtag auf großes Interesse bei den Lehrkräften, JaS und Fachkräften aus dem Landkreis. Dabei ergaben sich viele positive Anregungen für die weitere Arbeit in den Schulen – insbesondere ist die Entwicklung eines eigenen Schulprojektes für den Landkreis zur Förderung der seelischen Gesundheit unter Zusammenarbeit zwischen JaS, Gesundheitsamt und Amt für Jugend und Familie geplant.  

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