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Warum macht Alkohol die Birne hohl?

In der Ausstellung “Na toll! erfahren die Hauptschüler aus Moosburg viel über die Folgen des Trinkens

 “Alkohol macht Birne hohl. Diesen Spruch hat sicher jeder schon einmal gehört. Aber woher kommt dieser? Warum macht Alkohol die Birne hohl? Mit diesen und weiteren brisanten Fragen rund um den Alkoholkonsum beschäftigen sich derzeit die Schüler der Georg-Hummel-Hauptschule. Pünktlich zur bayernweiten Aktionswoche gegen übermäßigen Alkoholkonsum von Jugendlichen wurde in der Aula der Hauptschule die Wanderausstellung “Na toll! eingerichtet.


Nicht nur diese Aktionswoche war der Auslöser dafür, dass Lehrerin Liane Schwarz und Jugendsozialarbeiterin Gisela Rösch sich darum bemüht haben, diese Ausstellung zu bekommen. “Es gab einen Eklat in der Jugendherberge, erzählte Schwarz. Einige der Siebtklässler hatten Alkohol hineingeschmuggelt, waren aufgeflogen und nach Hause geschickt worden. Daraufhin habe sie beschlossen, es müsse Aufklärung betrieben werden, so Schwarz. Sie finde “den Präventivgedanken sehr wichtig.


Im Unterricht sammelte die Lehrerin im Gespräch Interessen der Schüler, und diese wurden bearbeitet. In Gruppen setzten sich die Siebtklässler anhand von Informationsmaterial unter anderem damit auseinander, wie schnell Alkohol im Blut abgebaut wird, warum es dabei Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt oder welche Folgen der Alkoholkonsum für Autofahrer und Schwangere haben kann. “Da waren viele Mädchen geschockt, als sie hörten, was das für ein Baby bedeuten kann, so Liane Schwarz.


Stefan Häring und Bettina Trostl haben beispielsweise erfahren, dass man mit einer Formel die Blutalkoholkonzentration berechnen kann und wie betrunken man nach drei, fünf oder zehn Gläsern Alkohol ist. Die Klasse 7d präsentierte außerdem die Ausstellung in den anderen Klassen.


Auf den Tafeln, die in der Aula des Neubaus stehen, gibt es eine Vielzahl von Informationen für die Schüler. “Alkopops sind nicht so harmlos, wie sie aussehen, steht da geschrieben. Denn sie beinhalten gar nicht so wenig Alkohol und außerdem jede Menge Zucker. Auch der Satz “Mit Alkohol ist die Idealfigur dahin weißt auf diesen Umstand hin. Dass das Trinken keineswegs “cool ist, nur weil es die Freunde tun, erfahren die Schüler, ebenso Argumente dafür, warum sie sich dem Gruppenzwang nicht unterwerfen. “Die Ausstellung zeigt viele verschiedene Blickwinkel, über die die Jugendlichen noch gar nicht nachgedacht haben, betonte Gisela Rösch. Auch Vorschläge für gesunde und schmackhafte Getränke werden dort gemacht.


Liane Schwarz ist begeistert von der Ausstellung. Denn die verantwortliche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat auch viele Zusatzmaterialien geschickt, wie eine Broschüre für Lehrer oder einen Ratgeber für Eltern zu diesem Thema. An die Schüler hat Schwarz Federmäppchen, Blöcke und Bleistifte verteilt, in allen Klassenzimmern wurde ein Plakat aufgehängt. “Das soll die Schüler immer an die Ausstellung erinnern.
Seit Montag stehen die Tafeln, zu sehen sind sie noch bis Freitag, 6. Juni. “Neun Klassen waren schon da, sagte Liane Schwarz. Es werden weitere folgen. Sie alle werden erstaunt sein, was es alles zu diesem Thema zu erfahren gibt. Und vielleicht schreckt der folgende Spruch den einen oder anderen ab: “Merke: Zu viel Alkohol macht dumm, fett, unattraktiv und impotent. -sr-

Moosburger Zeitung, Donnerstag, 29. Mai 2008, Robert Stangl

29.05.2008 11:52 Alter: 11 Jahre